Nach einem ordentlichen Frühstück um Punkt 7 Uhr machten wir
uns gegen 8:30Uhr auf in Richtung Örtchen. Wir hatten noch viel zu tun: Zur
Bank, Geld tauschen, Postkarten kaufen, echten, aus Bohnen gemahlenen Kaffee
trinken und es uns einfach gut gehen lassen. Außerdem neigte sich unser Bier
und Rum-Vorrat dem Ende zu, was wir natürlich so nicht stehen lassen konnten. Der
karibische Rum schmeckt einfach zu süffig.
Gegen 12Uhr waren wir endlich fertig, um weiter gen Paradies
zu segeln.
Sicher segelten wir nur unter Fock aus der Bucht heraus und
entschlossen uns kurzerhand, auch noch das Groß zu hissen. Leichter gesagt als
getan, wenn man mit Lazy-Jacks segelt. Denn trotz drei erfahrener Segler an
Bord verhedderten sich das Großfall in der Saling und Rolf war buchstäblich
schon auf dem Weg nach oben, um auf den Mast zu klettern. Während Heidrun
tausend Tode starb, Michael den Kahn im Wind behielt und Evi und Rolf
fachmännisch das Fall lösen wollten, trieb das Boot munter auf den Wellen hoch
und runter. Derweil verbot Heidrun Rolf, auf den Mast hinaufzuklettern, der
natürlich gegen den Wind nichts hören konnte, Evi jedoch erklärte ihm im
gleichen Moment seelenruhig, wie er die Stufen am Mast ausklappen kann. Das
nennt sich aufeinander abgestimmte Teamarbeit!
Wie durch ein Wunder mussten wir doch nicht zurück in den Hafen und eins
der Kinder im Bootsmannsstuhl hochziehen, sondern das Fall löste sich nach
einigem Rumruckeln wie von selbst. Schnell das Groß hoch, Fock auf und los ging
es mit 9 Knoten im Halbwindkurs..
Rolf und Annika saßen vorne mit den Kindern auf der hohen
Kante, während die „Weicheier“,
wie die Kinder uns nannten, schön im Schatten hinten saßen
Nach 3,5h Fahrt, 21 Meilen Richtung Süden, sind wir im
Paradies angekommen. Kleine Zwischenfälle plus gelernte Lektionen bestanden
noch darin, dass es durchaus hilfreich wäre, wenn alle Crew-Mitglieder wüssten,
über welche Winch welche Schot läuft. Nach erfolgreichem Mooring-Anlegemanöver
gönnten wir uns einen bis …(ungezählt).. Rum-Punch, die Kinder bekamen ihre
gewünschten Anlege-Cornflakes und sprangen danach erstmal eine Runde in den riesigen
„Pool“.
Gesichtete Haie: 0
Fliegende Fische, die mehr als 10 Meter geflogen sind: 3
Blaue Flecke Highscore: Heidrun, dicht gefolgt von Annika
Moskitos: 0!!!
Gefangene Fische: 2, davon giftig: 1
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