Früh am Silvestermorgen segelten wir los Richtung Tobago
Cays, die berühmte Inselgruppe im karibischen Ozean.
Gleich nach Ankunft beehrten uns zwei Wasserschildkröten mit
ihrer Anwesenheit direkt neben unserer Yacht.
Den Tag verbrachten wir mit Sonnen, Schnorcheln,
Aussichtspunkte beklettern und einem Barbecue am Strand. Wir hatten
Mr.Everywhere gebucht, der uns das Barbecue anpries mit Lobster, frischem
Fisch, Steeldrum Band und allem drum und dran. Er holte uns gegen 18Uhr ab und
das Einsteigen in sein Boot gestaltete sich mehr als schwierig. Wir lagen mit
unserer Yacht leider recht ungünstig mitten zwischen den Inseln, sodass wir
direkt in der Strömung schaukelten. Endlich saßen alle sicher im Boot, keiner
landete im Wasser, keiner wurde von einem der Lobster gekniffen, die mit uns
rüber zum Strand in ihren sicheren Tod fuhren. Mr.Everywhere wählten den
kürzesten, aber nicht gerade den angenehmsten Weg zum Strand, schön gegen die
Wellen, sodass wir triefend nass in unseren schicken Silvesteroutfits am Strand
ankamen.
Aber immerhin kamen
wir an, auch wenn einige von uns wieder ein paar blaue Flecken und
Fleischwunden davon getragen haben. Am Strand angekommen kamen wir eigentlich
vom Regen in die Traufe. Ob wir den Teller mitgebracht hätten? Fragte
Mr.Everywhere. Oh, das hat er wohl vergessen uns zu erzählen. Und auch die
selbst mitzubringenden Getränke hat er unterschlagen, na so was. Noch bevor wir
unser Barbecue starten konnten, kam der erste ordentliche Schauer und die ganze
Masse an Leuten, die ebenso ein schönes Fest am Strand verbringen wollten,
quetschten sich unter die vier provisorisch aufgestellten Pavillons, unter denen
eigentlich die Grills standen.
Zwischen zwei ordentlichen Regenschauern war es fast 19Uhr,
sodass der erste Countdown gezählt wurde: Happy New Year in Deutschland! Wir
prosteten uns mit den Italienern und Franzosen am Tisch nebenan zu und feierten
ein bisschen zusammen J Mr. Everywhere wischte unsere Tische und Bänke
wieder halbwegs trocken, einen nassen Po hatten wir sowieso bereits und das
Essen wurde gebracht. Lobster, Fisch, Hühnchen, Reis, Kartoffeln und frittierte
Bananen. Wir konnten immerhin im Trockenen essen, eindeutig ein Vorteil an
diesem sonst etwas verkorksten Abend.
Relativ zügig nach dem Barbecue wollten wir angesichts der
großen Wellen lieber wieder zurück zu unserem Boot. Auch die versprochene
Steeldrumband ward nie gesehen. Fazit des Strandbarbecues: Ordentliche Abzocke
für ein leckeres Essen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte absolut
nicht. Die Devise der Einheimischen scheint hier zu sein, die Touris zahlens
schon, denn es ist ja Urlaub. Von einem Kumpel von Mr.Everywhere wurden wir
(ohne Licht und in einer kleinen Nussschale) zurück zur Yacht gebracht, mussten
seitlich an der Bootswand hochklettern und brauchten erstmal RumPunsch, um zu
feiern, dass wir gut wieder angekommen sind. Der Kumpel indes machte sich auf
den Weg nach Union Island, um dort zu feiern. Das hieß für ihn 10 Meilen(ca. 2
Std Fahrt) ohne Licht bei starken Wellengang in seiner kleinen Nussschale.
Gruselig! Um 24Uhr feierten wir noch mal Silvester und es war toll vom Boot aus
zu sehen, wie auf den Inseln weit entfernt die Feuerwerke hochgingen. Die
Boote, die draußen unterwegs waren, schossen ihre Seenotsignale als
Feuerwerkersatz ab und die heutige Lektion, die wir gelernt haben, ist:
Gerate
niemals Silvester in Seenot
Prost Neujahr Gruss jens
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