Montag, 4. Januar 2016

31.12.2015



Früh am Silvestermorgen segelten wir los Richtung Tobago Cays, die berühmte Inselgruppe im karibischen Ozean.





Gleich nach Ankunft beehrten uns zwei Wasserschildkröten mit ihrer Anwesenheit direkt neben unserer Yacht.
Den Tag verbrachten wir mit Sonnen, Schnorcheln, Aussichtspunkte beklettern und einem Barbecue am Strand. Wir hatten Mr.Everywhere gebucht, der uns das Barbecue anpries mit Lobster, frischem Fisch, Steeldrum Band und allem drum und dran. Er holte uns gegen 18Uhr ab und das Einsteigen in sein Boot gestaltete sich mehr als schwierig. Wir lagen mit unserer Yacht leider recht ungünstig mitten zwischen den Inseln, sodass wir direkt in der Strömung schaukelten. Endlich saßen alle sicher im Boot, keiner landete im Wasser, keiner wurde von einem der Lobster gekniffen, die mit uns rüber zum Strand in ihren sicheren Tod fuhren. Mr.Everywhere wählten den kürzesten, aber nicht gerade den angenehmsten Weg zum Strand, schön gegen die Wellen, sodass wir triefend nass in unseren schicken Silvesteroutfits am Strand ankamen.


 Aber immerhin kamen wir an, auch wenn einige von uns wieder ein paar blaue Flecken und Fleischwunden davon getragen haben. Am Strand angekommen kamen wir eigentlich vom Regen in die Traufe. Ob wir den Teller mitgebracht hätten? Fragte Mr.Everywhere. Oh, das hat er wohl vergessen uns zu erzählen. Und auch die selbst mitzubringenden Getränke hat er unterschlagen, na so was. Noch bevor wir unser Barbecue starten konnten, kam der erste ordentliche Schauer und die ganze Masse an Leuten, die ebenso ein schönes Fest am Strand verbringen wollten, quetschten sich unter die vier provisorisch aufgestellten Pavillons, unter denen eigentlich die Grills standen.
Zwischen zwei ordentlichen Regenschauern war es fast 19Uhr, sodass der erste Countdown gezählt wurde: Happy New Year in Deutschland! Wir prosteten uns mit den Italienern und Franzosen am Tisch nebenan zu und feierten ein bisschen zusammen J Mr. Everywhere wischte unsere Tische und Bänke wieder halbwegs trocken, einen nassen Po hatten wir sowieso bereits und das Essen wurde gebracht. Lobster, Fisch, Hühnchen, Reis, Kartoffeln und frittierte Bananen. Wir konnten immerhin im Trockenen essen, eindeutig ein Vorteil an diesem sonst etwas verkorksten Abend.



Relativ zügig nach dem Barbecue wollten wir angesichts der großen Wellen lieber wieder zurück zu unserem Boot. Auch die versprochene Steeldrumband ward nie gesehen. Fazit des Strandbarbecues: Ordentliche Abzocke für ein leckeres Essen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte absolut nicht. Die Devise der Einheimischen scheint hier zu sein, die Touris zahlens schon, denn es ist ja Urlaub. Von einem Kumpel von Mr.Everywhere wurden wir (ohne Licht und in einer kleinen Nussschale) zurück zur Yacht gebracht, mussten seitlich an der Bootswand hochklettern und brauchten erstmal RumPunsch, um zu feiern, dass wir gut wieder angekommen sind. Der Kumpel indes machte sich auf den Weg nach Union Island, um dort zu feiern. Das hieß für ihn 10 Meilen(ca. 2 Std Fahrt) ohne Licht bei starken Wellengang in seiner kleinen Nussschale. Gruselig! Um 24Uhr feierten wir noch mal Silvester und es war toll vom Boot aus zu sehen, wie auf den Inseln weit entfernt die Feuerwerke hochgingen. Die Boote, die draußen unterwegs waren, schossen ihre Seenotsignale als Feuerwerkersatz ab und die heutige Lektion, die wir gelernt haben, ist: 
Gerate niemals Silvester in Seenot 

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